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007 First Light PC-Performance: 1080p entspannt, 4K nur mit DLSS

Wenn ein neues James-Bond-Spiel angekündigt wird, ist die erste Frage, die PC-Spielern in den Sinn kommt, meist dieselbe: „Muss ich meinen Rechner komplett aufrüsten?“ Die ersten Zahlen, die für 007 First Light, entwickelt von IO Interactive mit der Glacier Engine, auftauchen, sind jedoch beruhigend. Detaillierte Messungen nach Aufhebung des Review-Embargos zeigen, dass das Spiel für eine breite Masse, die in 1080p spielen möchte, deutlich zugänglicher ist als erwartet. Wenn die Auflösung jedoch auf 4K steigt, ändert sich das Bild erheblich; ohne DLSS 4.5 ist ein flüssiges Erlebnis nahezu unmöglich. Kurz gesagt: Wir haben es mit einem gut optimierten Titel zu tun, der aber auch High-End-Hardware belohnt.

In diesem Artikel betrachten wir die PC-Performance des Spiels aus verschiedenen Blickwinkeln: Welche Grafikkarte liefert bei welcher Auflösung was, wie viel Unterschied machen die Grafikeinstellungen, funktioniert die Frame Generation von DLSS 4.5 wirklich und wie steht es um Ruckler (Stutter) im Spiel? Unser Ziel ist es nicht, nur Zahlen aufzulisten, sondern klar zu machen, was diese Zahlen für Ihr System bedeuten.

Wie wurde der Performance-Test durchgeführt?

Die Messungen wurden auf einem AMD Ryzen 9 7950X3D Prozessor und 32 GB DDR5-Speicher mit 6000 MHz durchgeführt. Auf der Grafikkartenseite wurde eine sehr breite Palette verwendet: Von AMD die Radeon RX 6900XT, RX 7900XTX und RX 9070XT; von NVIDIA die RTX 2080Ti, RTX 3080, RTX 4090, RTX 5080 und RTX 5090. Die Tests wurden unter Windows 10 64-Bit mit den Treibern GeForce 596.49 und Radeon Adrenalin Edition 26.5.2 durchgeführt.

Das Spiel verfügt über kein integriertes Benchmark-Tool. Daher wurde für die Messungen eine actiongeladene Szenensequenz verwendet, die als eine der anspruchsvollsten Szenen des Spiels gilt. Diese Wahl hat eine wichtige Konsequenz: Die große Explosion am Ende der Sequenz lässt die Bildrate deutlich sinken. Da während des normalen Spielens keine vergleichbare Belastung auftritt, ist es deutlich sinnvoller, sich bei den Ergebnissen auf die durchschnittliche Bildrate statt auf die minimalen FPS zu konzentrieren.

Mit steigender Auflösung schrumpft das Performance-Fenster

Mit steigender Auflösung schrumpft das Performance-Fenster

Bei 1080p Ultra-Einstellungen ist das Bild recht rosig. Bis auf die RTX 2080Ti schaffen es alle getesteten Grafikkarten, über 60 FPS zu kommen. Der Hauptgrund dafür ist, dass das Spiel vollständig auf Rasterisierung basiert: Derzeit gibt es keine Ray-Tracing- oder Path-Tracing-Effekte. Da kein Raytracing zum Einsatz kommt, sollte diese Performance nicht überraschen.

Beim Wechsel zu 1440p wird es etwas schwieriger. Bei dieser Auflösung können die fünf stärksten getesteten Grafikkarten ein flüssiges Erlebnis bieten; für Modelle der unteren Preisklasse ist es jedoch unumgänglich, Einstellungen zu reduzieren oder einen Upscaler zu verwenden. Die eigentliche Hürde stellt sich jedoch bei 4K. Bei dieser Auflösung ist die RTX 5090 die einzige Karte, die ein angenehmes Spielerlebnis bietet. Die RTX 4090 erreicht durchschnittlich 62 FPS, fällt aber gelegentlich unter 60 FPS; für ein vollkommen flüssiges Gefühl ist ein G-Sync-kompatibler Monitor erforderlich.

Die praktische Schlussfolgerung daraus: Wenn Sie ein Spieler sind, der 1080p oder 1440p anstrebt, reicht Ihre aktuelle Karte wahrscheinlich aus. Bei 4K hingegen sind Sie entweder auf eine High-End-Grafikkarte oder auf einen Upscaler wie DLSS angewiesen.

DLSS 4.5 und Multi-Frame Generation: Der größte Mehrwert für das Spiel

DLSS 4.5 und Multi-Frame Generation: Der größte Mehrwert für das Spiel

Das Spiel wird mit NVIDIA DLSS 4.5-Unterstützung geliefert, die nativ auch MFG X5, MFG X6 sowie Dynamic Multi-Frame Generation umfasst. Auf der AMD-Seite ist FSR-Unterstützung vorhanden; jedoch fehlt die Unterstützung für FSR Frame Gen und Intel XeSS 2.0. Dies stellt insbesondere für AMD- und Intel-Nutzer einen wichtigen Mangel dar.

Die Ergebnisse im Quality-Modus von DLSS 4.5 bei 4K Ultra-Einstellungen sind beeindruckend: Minimum 80 FPS, durchschnittlich 110 FPS. Wenn MFG X2 aktiviert wird, steigt die Bildrate auf 190 FPS, mit MFG X3 auf bis zu 260 FPS. Die Modi MFG X4 und höher erzeugen Werte, die die Bildwiederholrate der meisten 4K-Monitore überschreiten. Diese Modi werden erst dann wirklich sinnvoll, wenn ein Path-Tracing-Update für das Spiel erscheint; im aktuellen Zustand sind so hohe Multiplikatoren nicht nötig.

  • DLSS 4.5 Quality (4K Ultra): Minimum 80 FPS, durchschnittlich 110 FPS
  • MFG X2: Anstieg auf 190 FPS
  • MFG X3: Anstieg auf 260 FPS
  • MFG X4 und höher: Werte, die die Bildwiederholrate der meisten 4K-Monitore überschreiten

Auch bei der Bildqualität gehört die Multi-Frame-Generation-Implementierung zu den besten der getesteten. Bei Screenshots, die mit schnellen Kamerabewegungen aufgenommen wurden, treten bei aktivierten Standard-Motion-Blur-Einstellungen einige visuelle Artefakte auf. Wenn Motion Blur jedoch deaktiviert wird, verschwinden fast alle diese Artefakte. Da Sie in normalem Gameplay die Kamera nicht so schnell drehen werden, erhalten Sie selbst mit aktiviertem DLSS 4.5 MFG X4 oder X6 ein klares und stabiles Bild.

Die Skalierbarkeit der Grafikeinstellungen ist nicht so stark wie erwartet

Die Skalierbarkeit der Grafikeinstellungen ist nicht so stark wie erwartet

Das Spiel bietet eine recht überschaubare Anzahl anpassbarer Grafikoptionen. Texturqualität, Geländedetails, Level of Detail, Schatten und mehr können vom Spieler geändert werden. Allerdings bleibt der Einfluss dieser Einstellungen auf die Performance hinter den Erwartungen zurück.

Laut den Messungen bringt der Wechsel von Ultra auf High eine Steigerung der minimalen Bildrate um 23 %; der Gewinn bei der durchschnittlichen Bildrate beträgt jedoch nur 9 %. Die Medium-Einstellungen verbessern die Performance um etwa 10 %, die Low-Einstellungen bringen zusätzlich einen Anstieg um 17 %. Selbst wenn man die Einstellungen auf das Minimum reduziert, verdoppelt sich die Bildrate also nicht; dies zeigt, dass die Grafiklast des Spiels größtenteils mit der allgemeinen Leistung der Grafikkarte zusammenhängt.

In der Praxis bedeutet das: Wenn Ihr System an der Grenze arbeitet, ist die Verwendung eines Upscalers wie DLSS eine deutlich effizientere Lösung, anstatt Einstellungen zu reduzieren. Denn da die Skalierbarkeit der Einstellungen schwach ist, opfern Sie einen erheblichen Teil der Bildqualität für einen geringen Performance-Zuwachs.

Entspannte CPU-Seite, keine Ruckelprobleme

Das Spiel benötigt keinen High-End-Prozessor. Um GPU-bedingte Engpässe auszuschließen, mussten die Tests in 720p durchgeführt werden, und selbst bei einer so niedrigen Auflösung wurde die RTX 5090 nur zu 75-90 % ausgelastet. Dieses Bild zeigt, dass es sinnlos ist, verschiedene Prozessorkonfigurationen zu testen. Die meisten Spieler werden nicht von der CPU, sondern von der Grafikkarte limitiert.

Auch in Bezug auf die technische Stabilität sind die Ergebnisse positiv. Während der ersten Mission traten keine Ruckler (Stutter) auf. Obwohl das Spiel über sehr große Umgebungen verfügt, fühlte sich das Erlebnis durchweg flüssig an; selbst während actiongeladener Szenen wurde kein einziger Ruckler verzeichnet. Plötzliche Freezes durch Shader-Kompilierung oder Bildrateneinbrüche beim Übergang zu großen offenen Bereichen traten in diesem Test nicht auf.

Fehlende Technologien und die Path-Tracing-Erwartung

Einige Technologien, die das Spiel nicht unterstützt, sind besonders für AMD- und Intel-Nutzer ärgerlich. Es gibt keine Unterstützung für Intel XeSS 2.0 und AMD FSR Frame Gen ist ebenfalls nicht verfügbar. Dies schränkt die Optionen von AMD-Nutzern, die die Frame-Generation-Technologie nutzen möchten, erheblich ein.

In Bezug auf die Bildqualität hebt sich 007 First Light als eines der am besten aussehenden rasterisierungsbasierten Spiele auf dem PC hervor. IO Interactive hat intensiv hochwertige Texturen verwendet und die Spielwelt sieht wirklich beeindruckend aus. Eindrucksvolle Zwischensequenzen und gelungene Wettereffekte verstärken diesen Eindruck. Dennoch sind Bereiche leicht zu erkennen, in denen Path Tracing die Grafik noch weiter verbessern würde.

Diese Situation hat zwei Seiten, eine gute und eine schlechte. Die gute Nachricht: Sie können das Spiel jetzt spielen und ein äußerst gut aussehendes Werk genießen. Die schlechte Nachricht ist der Eindruck, dass Besitzer der RTX 50-Serie, wenn das vollständige Path-Tracing-Update erscheint, möglicherweise wenig Lust haben werden, das Spiel von vorne zu beginnen.

Fazit: Welcher Spieler sollte was tun?

Betrachtet man das Gesamtbild, zeigt 007 First Light auf dem PC sowohl gute Performance als auch eine gute Optik. Für ein angenehmes Erlebnis in 1080p ist keine High-End-Grafikkarte erforderlich. Bei 4K wird es schwieriger; die RTX 5090 kann jedoch auch ohne Upscaler ein flüssiges Erlebnis bieten.

Wenn Sie 4K anstreben und keine RTX 5090 besitzen, ist es nahezu zwingend, DLSS 4.5 aktiviert zu lassen. Da die DLSS 4.5-Implementierung im Spiel ohnehin zu den erfolgreichsten der getesteten gehört, können wir diese Empfehlung bedenkenlos aussprechen. Einziges Manko: Die Unterstützung für AMD FSR Frame Gen und Intel XeSS 2.0 fehlt; wir hoffen, dass diese beiden Technologien mit zukünftigen Updates ins Spiel kommen.

Zusammenfassend: Der 1080p-Spieler ist entspannt, der 1440p-Spieler sollte aufmerksam sein, und der 4K-Spieler ist auf DLSS angewiesen. Die technische Basis des Spiels ist solide; keine Ruckler, entspannte CPU-Seite und hohe Bildqualität. Wie sich die Performance-Tabelle ändern wird, wenn das Path-Tracing-Update erscheint, werden wir gemeinsam sehen.

Quelle: DSOGaming - PC Performance

NE
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The Nedese editorial team covers competitive gaming guides, patch notes, and strategy breakdowns across all major titles. With over 15 years of coverage, our writers combine deep game knowledge with practical in-match experience.
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