Das neue Vorschauvideo zu Grand Theft Auto 6 hat viele Details zur Spielwelt und zum Gameplay enthüllt. Eine der größten Diskussionen nach dem Video war jedoch, mit welcher Bildrate das Spiel laufen wird. Rob Nelson, Co-Studioleiter bei Rockstar North, machte dazu eine klare Ansage: GTA 6 strebt derzeit 30 FPS an. Heißt das also, dass der von den Spielern erwartete 60-FPS-Performance-Modus komplett verworfen wurde? Hier sind die Details.
Auch wenn diese Ankündigung von Rockstar angesichts des Potenzials der neuen Konsolengeneration einige Spieler enttäuscht haben mag, ist sie angesichts der Seriengeschichte nicht wirklich überraschend. GTA-Spiele haben stets zuerst die visuelle Pracht und die riesige Welt in den Vordergrund gestellt. Daher scheint 30 FPS für Rockstar vorerst ein akzeptables Ziel zu sein. Außerdem bedeuten Nelsons Worte nicht, dass diese Entscheidung endgültig ist.
Was sagt Rockstars 30-FPS-Ankündigung aus?
In einem Interview mit dem Portugal-basierten Flow-Games-Reporter Davy Jones sagte Rob Nelson, dass das Performance-Ziel des Spiels 30 FPS beträgt. Laut Flow Games erklärte Nelson, dass mit dem Technikteam gesprochen werden müsse, um zu bestimmen, ob die 60-FPS-Option zum Launch oder später angeboten werde. Er fügte hinzu, dass er derzeit über keine genauen Informationen zu anderen technischen Details wie Auflösung oder Raytracing verfüge. Diese Aussage zeigt, dass sich das Spiel technisch noch in der Entwicklung befindet und endgültige Entscheidungen noch nicht getroffen wurden.
Diese Situation hat bei den Spielern die Frage aufgeworfen: 'Wird GTA 6 wirklich bei 30 FPS bleiben?' Angesichts der visuellen Qualität des Spiels wird auch diskutiert, dass 30 FPS weniger eine Wahl als eine Notwendigkeit sein könnten. Allerdings gibt es keinen Grund, warum Rockstar später keinen Performance-Modus hinzufügen sollte. Insbesondere da die Erwartung von 60 FPS in der Spielwelt stetig steigt, ist bekannt, dass große Produktionen zusätzliche Anstrengungen unternehmen, um diese Erwartung zu erfüllen.

Digital Foundrys Trailer-Analyse
Das veröffentlichte neue Vorschauvideo wird nicht nur wegen seiner Gameplay-Details diskutiert, sondern auch wegen seiner technischen Seite. Die Analyse des Digital-Foundry-Teams lieferte wichtige Daten zur scheinbaren Leistung des Spiels auf der PS5. Laut dem Team läuft der Trailer in nativer 1440p-Auflösung und hält die 30-FPS-Ausgabe weitgehend stabil. Abgesehen von seltenen Einzelbild-Einbrüchen ist kein ernsthaftes Problem bei der Flüssigkeit erkennbar.
Wie Digital Foundry jedoch anmerkt, ist die herunterladbare Videodatei eine 30-FPS-Aufnahme, sodass nicht alle Framedrops, die im echten Spiel auftreten könnten, sichtbar sind. Egal wie gut der Trailer aussieht, die endgültige Leistung werden wir erst in der Vollversion des Spiels sehen können. Dennoch zeigt diese Analyse zumindest, dass das derzeitige Ziel der Entwickler eine konsistente 30-FPS-Erfahrung ist. Das verdeutlicht, dass Rockstar versucht, eine bestimmte Leistungsmesslatte zu halten, ohne bei der visuellen Qualität Kompromisse einzugehen.

Warum wird der 60-FPS-Performance-Modus so stark diskutiert?
In den letzten Jahren bieten viele AAA-Spiele auf Konsolen Performance- und Qualitätsmodi an und geben den Spielern so die Wahl. Während der Performance-Modus in der Regel 60 FPS anstrebt, stellt der Qualitätsmodus die visuelle Pracht in den Vordergrund. Bei GTA 6 ist die große Frage, ob beide Modi angeboten werden. Rockstars Ankündigung deutet jedoch darauf hin, dass diesbezüglich noch keine Entscheidung gefallen ist.
Tatsächlich gab es in der Branche in letzter Zeit reichlich Diskussionen über Performance-Modi. Vor kurzem hatte Rebel Wolves mit seinem Spiel 'The Blood of Dawnwalker' für Aufsehen gesorgt, nachdem berichtet wurde, dass es nur 40 FPS anstrebe. Nach den Reaktionen entschied sich das Studio in letzter Minute, einen 60-FPS-Performance-Modus hinzuzufügen. Dieses Beispiel zeigt, wie hoch die Erwartungen der Spieler sind und dass Publisher diese Erwartungen nicht ignorieren können.
Es wäre nicht falsch zu sagen, dass Rockstar einen ähnlichen Druck verspürt. GTA 6 scheint mit seiner visuellen Qualität und dem Ausmaß der Welt die Grenzen der neuen Konsolengeneration auszureizen. Daher wäre es nicht überraschend, wenn das Studio für den 60-FPS-Modus einen zusätzlichen Optimierungsprozess benötigt. Nelsons Aussagen zufolge ist 30 FPS derzeit jedoch das Hauptziel. Ein Großteil der Spieler erwartet jedoch, dass 60 FPS zum Standard wird.

Für Xbox Series S und PS5 Pro bleiben Fragen offen
Eine der größten Lücken in Rockstars Ankündigungen ist das Fehlen klarer Informationen zu den verschiedenen Konsolenmodellen. Insbesondere ist unbekannt, wie sich die Xbox Series S mit ihrer leistungsschwächeren Hardware in GTA 6 schlagen wird. Da das Spiel visuell ambitioniert ist, fragt man sich, mit welchen Einschränkungen die Series-S-Version erscheinen wird. Es ist möglich, dass diese Konsole in 1440p oder niedrigeren Auflösungen läuft.
Andererseits gibt es auch für Besitzer der PlayStation 5 Pro keine klaren Informationen. Ob die PS5 Pro mit ihrer stärkeren GPU einen speziellen Leistungsschub für das Spiel bietet, bleibt ungewiss. Obwohl Eurogamer angab, Rockstar mit Fragen kontaktiert zu haben, gab es bisher keine offizielle Stellungnahme. Es könnte also etwas dauern, bis die Spieler klare Informationen erhalten. Besonders gespannt wartet man darauf, ob die PS5 Pro die Adresse für den 60-FPS-Modus sein wird.
Visuelle Qualität und die Bildraten-Historie der Serie
Die GTA-Serie wurde schon immer zuerst mit visuellem Reichtum und dann mit Leistung assoziiert. GTA 5 erschien 2013 für PS3 und Xbox 360 mit 30 FPS und blieb auch in den folgenden Konsolengenerationen lange bei dieser Bildrate. Auch die PS4- und Xbox-One-Versionen zielten auf 30 FPS. Dass Rockstar diese Tradition auch im neuen Spiel fortsetzt, kann als Ergebnis des visuell priorisierten Ansatzes des Unternehmens gewertet werden.
Es ist jedoch erwähnenswert, dass GTA 5 Jahre später in den neuen Konsolengenerationen 60-FPS-Unterstützung erhielt. Das deutet darauf hin, dass für GTA 6 in Zukunft ein ähnliches Update möglich sein könnte. Rockstars Priorität scheint derzeit darin zu liegen, das Spiel fertigzustellen und die visuellen Ziele zu erreichen. Der Performance-Modus könnte vielleicht Gegenstand von Updates nach dem Launch sein. Auf diese Weise könnten die Spieler die Wahl zwischen visueller Qualität und Bildrate erhalten.
Was ändert sich bei GTA 6?
Abgesehen von den Bildraten-Diskussionen zeigte das Vorschauvideo von GTA 6 auch viele aufregende Neuerungen rund um das Spiel selbst. Das Fahndungssystem wurde überarbeitet, die Fahrzeugdiebstahl-Mechanik hat eine andere Struktur erhalten, und ein neues Romansystem wurde ins Spiel integriert. Dass die Welt enorme Ausmaße erreicht hat und den Spielern eine breite Palette an Aktivitäten geboten wird, gehört ebenfalls zu den auffälligen Details im Trailer. All das zeigt, wie sehr der Umfang des Spiels gewachsen ist.
- Überarbeitetes Fahndungssystem (Wanted)
- Veränderte Fahrzeugdiebstahl-Mechanik
- Neues Romansystem
- Riesige Spielwelt
- Breite Palette an Aktivitäten
Diese Neuerungen signalisieren, dass GTA 6 die Serie an einen anderen Punkt führen wird. Eurogamer-Autor Chris Donlan fasste zusammen, wie sich das hohe Produktionsbudget in dieser riesigen Welt widerspiegelt: 'Das ist das Äquivalent von einer Milliarde Dollar.' GTA 6 ist also nicht nur ein großes Spiel, sondern auch ein Beleg dafür, wie weit hochbudgetierte Produktionen in der Spieleindustrie gehen können. Allerdings findet nicht jeder diese Entwicklung uneingeschränkt positiv.
Eurogamer-Autor Chris Tapsell äußert, dass die stärkere Betonung von Realismus bedeuten könnte, dass sich die Serie von ihrer spaßorientierten Struktur entfernt, und dass dies ein riskanter Schritt ist. Er fügt jedoch hinzu, dass es richtig ist, dieses Risiko einzugehen. Das Gleichgewicht zwischen Realismus und Unterhaltung könnte einer der entscheidendsten Faktoren für den Erfolg von GTA 6 sein. Die Bildraten-Diskussionen stechen dabei nur als ein Teil dieses großen Bildes hervor.
Launch im Schatten von Mitarbeiterklagen
So groß die Aufregung um GTA 6 auch sein mag, Rockstars Agenda ist nicht ausschließlich auf das Spiel beschränkt. Neben den letzte Woche durchgesickerten GTA-6-Videos sorgen auch Klagen von Dutzenden ehemaligen Mitarbeitern von Rockstar North, die gegen das Unternehmen klagen, für Aufsehen. Die Klagen drehen sich um Vorwürfe gewerkschaftsfeindlicher Praktiken und laufen vor den Arbeitsgerichten. Diese Situation wirft einen Schatten auf die Feierlichkeiten zum Spiele-Launch.
Während die Spieler einerseits die Vorfreude auf das neue Grand-Theft-Auto-Spiel genießen, rücken andererseits die Diskussionen über Arbeitsbedingungen in der Branche wieder in den Fokus. Wie sich Rockstar in diesem Prozess verhalten wird und der Ausgang der Klagen könnten auch das öffentliche Image des Unternehmens beeinflussen. Insbesondere das Ignorieren der Geschichten vieler Menschen, die an einer so gewaltigen Produktion wie GTA 6 mitgewirkt haben, könnte langfristig negative Folgen für das Unternehmen haben. Darüber hinaus könnte dies erst der Anfang von Debatten über Arbeitnehmerrechte in der Spieleindustrie sein.
Fazit: Gibt es Hoffnung auf 60 FPS?
Die aktuellen Aussagen deuten darauf hin, dass das primäre Ziel von GTA 6 auf Konsolen 30 FPS ist. Es gibt jedoch keinen Grund anzunehmen, dass sich das nicht ändern könnte. Die Hinzufügung eines Performance-Modus könnte im Laufe der Entwicklung angekündigt werden, sei es durch ein Update vor oder nach dem Release. Die Erwartung der Spieler an 60 FPS ist indes extrem hoch.
Rockstars Ankündigungen in den kommenden Monaten werden insbesondere für Konsolenbesitzer entscheidend sein. Bis offizielle Informationen zum Status von PS5 Pro und Xbox Series S, zu Auflösungszielen und einem möglichen Performance-Modus vorliegen, werden die Diskussionen andauern. Bei einem so umfangreichen Spiel wie GTA 6 mögen Kompromisse unvermeidlich sein; allerdings scheinen sich die Spieler derzeit kaum vollständig mit 30 FPS abfinden zu wollen. Auch wenn GTA 6 vorerst mit 30 FPS gespielt werden dürfte, kann sich in der Spielwelt noch viel ändern. Zukünftige Nachrichten zum Performance-Modus werden weiterhin eines der kritischsten Themen vor dem Launch des Spiels bleiben.