Project Sirius, das von CD Projekt Red seit langem entwickelt wird, sticht als ein Projekt hervor, das im Studio neu geformt wird. Das Unternehmen hat offiziell angekündigt, dass das Entwicklungsteam dieses Multiplayer-Witcher-Spiels verkleinert wird. Es wurde angegeben, dass in Boston vier und in Warschau fünf Personen entlassen wurden und dass neun Personen zur Bewertung in anderen Projekten in ein internes Vorstellungsgesprächsverfahren aufgenommen wurden. Diese Entwicklung wird als Zeichen dafür gewertet, dass CD Projekt Red einen „breiteren Strategiewechsel in der Entwicklung“ erlebt.
Kotakus Bericht und offizielle Bestätigung
Laut einem Bericht, den Kotaku zunächst auf eine anonyme Quelle stützte, gab es Entlassungen im Project-Sirius-Team, die auf einen „breiteren Strategiewechsel in der Entwicklung“ zurückgeführt wurden. Ein Sprecher von CD Projekt Red, den Eurogamer erreichte, bestätigte die Angelegenheit kurz darauf. Das Unternehmen betonte, man habe „die Größe des Sirius-Teams an die Bedürfnisse der Entwicklungsphase angepasst“, was darauf hindeutet, dass es sich um eine geplante Neuorganisation handelt. Diese Erklärung zeigt, dass das Projekt nicht vollständig auf Eis gelegt wurde, sich die Teamstruktur jedoch erheblich verändert hat.

Kurze Geschichte von Project Sirius
- Das Projekt gehörte zu einer Reihe neuer Spiele, die CD Projekt Red 2022 ankündigte; neben einem Einzelspielermodus sollte es auch eine Mehrspielerkomponente geben.
- Die Entwicklung wurde Molasses Flood anvertraut, das damals als externes Studio arbeitete.
- 2023 startete CDPR das Projekt von Grund auf neu und erklärte, man habe „Umfang und kommerzielles Potenzial des ursprünglichen Konzepts neu bewertet“.
- 2025 erwarb das Studio Molasses Flood, um das Spiel intern zu entwickeln.
- Anfang dieses Jahres wurde bekannt, dass ein Autor, der an Destiny 2 und Guild Wars 2 mitgewirkt hatte, zum Team gestoßen ist.
Diese Geschichte zeigt deutlich, wie wechselhaft der Entwicklungsprozess des Projekts war. Sirius ist noch kein vollständig veröffentlichtes Spiel; Informationen darüber kommen bruchstückhaft. Dennoch bedeutet diese Umstrukturierung nicht, dass das Spiel abgesagt wurde.

Teamgröße und Auswirkungen
In seinem im Mai veröffentlichten Finanzbericht gab CD Projekt Red bekannt, dass 83 Personen im Sirius-Team arbeiten. Wenn die Entlassungszahlen stimmen, sind immer noch Dutzende Personen im Team. Das zeigt, dass das Projekt nicht mit einem völlig kleinen Kernteam fortgeführt wird, sondern sich neu ausrichten und auf ein bestimmtes Ziel konzentrieren könnte. Darüber hinaus zeigt die Tatsache, dass die neun Personen, die nicht entlassen wurden, sondern anderen Projekten zugewiesen werden, dass das Unternehmen versucht, den Talentverlust zu begrenzen.
Wie wirkt sich diese Situation auf die Zukunft von CD Projekt Red aus?
Das Hauptthema des Unternehmens ist weiterhin The Witcher 4. Darüber hinaus könnte die mit Fool's Theory entwickelte Witcher-3-Erweiterung Songs of the Past im nächsten Jahr erscheinen. Auch die Fortsetzung von Cyberpunk steht auf der langfristigen Agenda. Die Verkleinerung bei Sirius kann als Hinweis darauf gelesen werden, dass diese Projekte eine viel höhere Priorität haben. Andererseits steht das Multiplayer-Witcher-Erlebnis weiterhin auf der Agenda von CD Projekt Red; sogar in diesem Jahr gab es Berichte, dass ein kostenlos spielbares mobiles Witcher-Multiplayer-Spiel entwickelt wird.
Zusammenfassend sieht Project Sirius eher wie ein Projekt aus, das neu geformt wird, als wie eines, das abgesagt wurde. Man kann sagen, dass CD Projekt Red seine Strategie auf The Witcher 4 konzentriert, aber für Sirius weiterhin Hoffnung hat. In den kommenden Monaten könnten wir sowohl über The Witcher 4 als auch über Sirius klarere Nachrichten erhalten. Auch wenn solche Umstrukturierungen in der Spieleentwicklung häufig vorkommen, darf nicht vergessen werden, dass sie für die betroffenen Mitarbeiter ein schwieriger Prozess sind.